10 Tipps für die Erstellung einer profitablen Influencer-Marketingkampagne

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Um eine erfolgreiche Influencer-Marketingkampagne zu erstellen, benötigt man mehr als Influencer mit vielen Followern.

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Der heutige Marktplatz ist ein überfülltes Umfeld für Marken. Ob Du eine große, etablierte Marke oder eine kleine, weniger ausgereifte Marke bist: Aufmerksamkeit auf dem bereits stark besetzten Markt zu bekommen, ist eine Herausforderung. Daher sind viele Marken auf der Suche nach einem neuen Ansatz, um sich von der Masse abzuheben.

Laut Forbes Magazine sind Influencer-Kampagnen die neue Wunderwaffe. Insbesondere, um ihre Social-Media-Reichweite zu erhöhen, setzen immer mehr Marken auf Influencer Marketing.

 

Warum Influencer Marketing?

B2C- und B2B-Marketern schätzen vor allem, dass Influencer Marketing den Umsatz effektiver steigert. Auch das Entrepreneur-Magazin lobte, dass Influencer Marketing die Verbindungen zwischen einer Marke und ihrer Zielgruppe bzw. ihren Followern nachhaltig fördert.

Um diese Vorzüge auszunutzen, integrieren Marketingspezialisten Influencer Marketing in ihre Strategien und arbeiten mit Social-Media-Profilen zusammen, die auf ihren Kanälen auf große Beliebtheit stoßen. Obwohl Influencer Marketing beliebter wird, wissen viele Marken nicht, wie sie am besten mit den Social-Media-Persönlichkeiten umgehen, um die Bedürfnisse ihrer Zielgruppe zu treffen.

Hier ist unser kurzer Leitfaden zu den zehn effektivsten Ansätze zur Erstellung einer erfolgreichen Influencer-Marketingkampagne.

 

1. Setze präzise ausgearbeitete Kampagnenziele

Wie bei jedem anderen Marketingkanal kann auch eine Influencer-Kampagne nur dann von Erfolg gekrönt sein, wenn Du Dir über Deine Ziele im Klaren bist. Es gibt keinen Ersatz für eine logische und gut durchdachte Strategie.

Alle erfolgreichen Influencer-Marketingkampagnen haben drei Gemeinsamkeiten, die zu Beginn der Kampagne festgesetzt werden müssen:

  1. Eine klar definierte Zielgruppe
  2. Genaue Budgetparameter
  3. Relevante Key Performance Indicators (KPIs)

 

2. Identifiziere den richtigen Influencer und die passenste Social-Media-Plattform

Die von Dir ausgewählten Influencer werden zu den Gesichtern Deiner Marke. Also frage Dich vor der Zusammenarbeit: "Sind diese die richtigen Gesichter für mein Unternehmen?" und führe anschließend eine gründliche Recherche über diese Personen durch.

Mache Deine Hausaufgaben und analysiere alle ihre Social-Media-Profile. Überprüfe, ob sie in den Medien ein gutes Image haben und sie keine Themen diskutieren, die im Widerspruch zu den inneren Werten Deiner Produkte oder Dienstleistungen stehen. Außerdem solltest Du sicherstellen, dass ihre Beiträge gut recherchiert, faktisch korrekt sowie höflich, klar und deutlich geschrieben sind.

Triff Deine Entscheidung niemals nur wegen der hohen Followerzahl Deines potenziellen Influencers. Mikroinfluencer mit wenigen, aber engagierten Followern können genauso effektiv und darüber hinaus billiger sein als einige der "Massen-Influencer".

Ebenso sind nicht alle Influencer gleich. Stelle sicher, dass Du mit dem richtigen Influencer für Deine Marke und Deine Strategie kooperierst. Im Jahr 2017 identifizierte CEO World 16 verschiedene Arten von Influencern:

  1. Die Berühmtheit
  2. Der Systemzerstörer
  3. Die Autorität
  4. Der Analyst
  5. Der Netzwerker
  6. Der Insider
  7. Der Meinungsbilder
  8. Der soziale Schmetterlinge
  9. Der Markenbotschafter
  10. Der Entdecker
  11. Der Aktivist
  12. Der Experte
  13. Der Voreingenommene
  14. Der Trendsetter
  15. Der Journalist
  16. Der Beitrag-Teiler

Jeder Typ spielt eine andere Rolle bei der Umsetzung einer Social-Media-Strategie. Überlege, wo sich der persönliche Stil Deines Influencers mit Deiner Strategie und Markenpersönlichkeit überschneidet.

Sobald Du ein Gefühl dafür hast, welche Art von Influencer am besten zu Deinen Bedürfnissen passt, solltest Du testen, ob die beliebteste Plattform Deines Influencers auch die Plattform ist, die Du nutzen möchtest.

Jede Social-Media-Plattform verfügt über einen bestimmten Zweck. Die Verbraucher nutzen sie, um zum Beispiel Informationen zu gewinnen, Neues zu entdecken oder einfach zur Unterhaltung. Auch gilt: Nicht jede Plattform hat die selbe Zielgruppe. Instagram wurde beispielsweise erschaffen, um Fotos zu teilen, die Zielgruppe  bestand früher nur aus Fotografen. Mittlerweile wird Instagram von einer jüngeren Zielgruppe genutzt, um ihr Leben mit Bildern zu beschreiben. Wenn Deine Marke sich demnach gut mit Bildern ausdrücken lässt, raten wir zu Instagram. Bei Videos sind die Zuschauerzahlen auf Facebook sehr hoch und so hat jede Plattform seine individuellen Vorteile.

Zudem solltest Du bedenken, welche Art von Interaktion Du fördern willst. Willst Du mit einer Umfrage herausfinden, welches Design zum Beispiel besser ankommt oder möchtest Du, dass das neue Design geteilt wird und schnell wiedererkennbar wird? Wer nicht zwischen den Plattformen unterscheidet und den gleichen Content überall einstellt, riskiert, dass die Kampagne nur auf einer Plattform erfolgreich ist.

Wende Dich gerne an unser Publisher Team, wenn Du Beratung zum Einstieg brauchst oder wenn Du für Deine Marke Influencer Marketing in Betracht zieht.

 

3. Verbessere die Interaktion

Die Anzahl der Follower ist nicht unbedingt die wichtigste Statistik des Influencer Marketings. Es gibt viele Beispiele für Kampagnen, die auf mehreren Instagram Influencer-Konten identisch durchgeführt wurden und bei denen kleine Profile die Millionen-Influencer um fast 300 Prozent übertreffen konnten.

Widme Deine Aufmerksamkeit vor allem der Analyse von Interaktionen. Wichtig ist, wie viele es gibt und was sie aussagen. Zum Beispiel haben internationale Models oft Millionen von Followern und dadurch eine hohe positive Beitragsinteraktion. Liest man aber die Kommentare, dann wird klar, dass die meisten Follower die Persönlichkeiten und das Umfeld der Models weitaus spannender finden als ihre Kaufempfehlungen.

 

4. Inkludiere Mikroinfluencer in Deine Strategie

Mikroinfluencer können das Geheimrezept im Influencer Marketing sein. Sie sind eine großartige Möglichkeit, die Reichweite Deiner Kampagne auf mehrere Influencer-Konten auszuweiten, ohne Dein Budget zu belasten. Dies ist nicht nur eine intelligente Art des Risikomanagements, sondern auch eine Chance: Denn die Follower von Mikroinfluencern erweisen sich oft als engagierter und offener für den Kauf der beworbenen Produkte und Dienstleistungen.

 

5. Der Preis ist immer ein Thema

Die Preise der Influencer variieren und hängen oft vom Status und der Reichweite dieser ab. Natürlich gibt es immer Raum für Preisverhandlungen, betrachte dabei die Kosten im Hinblick auf den Return on Investment und unter Berücksichtigung Deiner spezifischen KPIs. Der abschließende Gewinn des Influencer Marketings kann groß ausfallen und andere Arten des Marketings, einschließlich sonstigen digitalen Marketingtechniken, übertreffen.

Viel beschäftigte und erfolgreiche Influencer mögen eine Preisverhandlung nicht in Betracht ziehen. Jedoch arbeiten viele Influencer auch unter der Prämisse, ihren eigenen Followern nur Produkte und Dienstleistungen anzubieten, die sie selbst unterstützen wollen. Das heißt, wenn der Influencer von Deinem Produkt oder Deiner Dienstleistung begeistert ist, kommt eher eine für beide Seiten erfreuliche Kooperation zustande.

Die geringen Kosten sind ein wesentlicher Vorteil des Influencer Marketings. Insgesamt benötigt es viel geringere Ausgaben als andere Marketingtechniken und dies mit einem viel höheren Return on Investment.

 

6. Erlaube Deinem Influencer kreative Freiheit

Influencer bauen in der Regel ihre Follower dank ihrer Persönlichkeit auf. Diese hat dazu beigetragen, sie populär zu machen und das Follower-Engagement anzuregen. Daher ist ratsam für den Erfolg Deiner Kampagne, dass Du ihnen die kreative Kontrolle bei der Werbung für Dein Produkt oder Deine Dienstleistung überträgst und es ihnen erlaubst, ihren Charakter einzubringen.

Was Deiner Meinung nach funktionieren könnte, wird eventuell nicht bei ihren Followern ankommen. Influencer beschäftigen sich kontinuierlich mit ihrer Zielgruppe und verstehen, worauf sie reagieren werden und auf was nicht.

Marken, die mutig genug sind, den kreativen Teil der Kampagne abzugeben, haben automatisch einen weitaus authentischeren Post und liefern damit ein besseres Endergebnis.

 

7. Posts sind keine Info-Materialien

Die Verbraucher mögen es nicht, wenn man sie ständig zum Kaufen überreden möchte. Beiträge sollten ihnen einen echten Mehrwert bieten. Das heißt: Anstatt all die erstaunlichen Vorteile Deines Produkts oder Deiner Dienstleistung in einen Post einzubauen, solltest Du authentisch bleiben. Es ist jedoch unerlässlich, dass die Influencer ihren Followern auch sehr deutlich machen, ob die Partnerschaft bezahlt oder gesponsert oder das Produkt geschenkt ist. Die Verbraucher müssen eine transparente Sicht auf die Art der Post erhalten, sonst kann es zu Abmahnungen und Strafen kommen. Entsprechende Richtlinien findest Du hier.

Dein Influencer sollte berechtigt sein, seine persönliche Note in Deine Kampagne einzubringen. Schließlich hängt Deine Marke von seiner Glaubwürdigkeit ab und diese sollte der Beitrag auf natürliche Weise reflektieren.

Wenn Du mit den richtigen Influencern, welche der Persönlichkeit Deiner Marke entsprechen, auf sinnvoll ausgewählten Social-Media-Plattformen agierst, dann dreht sich manchmal alles um das natürliche Ökosystem. Ein Bild von Deinem Influencer mit oder unter Verwendung Deines Produkts in seiner üblichen Umgebung könnte schon den Erfolg sichern.

Die Kampagnenergebnisse steigen immer dann, wenn Verbraucher aktiv darauf zugreifen. Zum Beispiel, wenn sie bewusst auf den Influencer klicken und somit ein offeneres Ohr für die Influencer-Werbekampagne haben.

 

8. Strukturiere einen Publisher-Kalender

Koordiniere jede Influencer-Kampagne, seien es Blog-Posts, Events, Pressetexte oder Lead-Kampagnen über Deinen Mix aus Social-Media-Kanälen hinweg und stimme sie außerdem auf Deine anderen Marketinginitiativen ab.

Der erste Baustein, um Deine Zielgruppe und potenzielle Interessenten durch Deine ganze Vertriebspipeline zu führen, ist die Platzierung der Influencer-Marketingkampagne an der Spitze Deiner Marketingstrategie.

 

9. Überprüfe den Inhalt vor der Publizierung

Hier musst Du einen heiklen Balanceakt vollziehen. Es kann riskant sein, Deinem Influencer kreativen Freiraum zu geben, während er sich gleichzeitig an Deiner Markenpersönlichkeit orientieren soll. Bevor Du das „Go“ gibst und die Influencer ihre Beiträge veröffentlichen, stelle sicher, dass ihre Inhalte mit den Zielen Deiner Kampagne übereinstimmen. Vertraue auf das kreative Geschick Deiner Influencer,  aber plane gleichzeitig Zeit für einen kurzen Freigabeprozess ein.

 

10. Fortlaufendes Tracken und Bewerten

Dies ist der unkreative, aber lohnende Teil der Influencer-Aktion. Durch die Verwendung von Social Media kommt auch der Vorteil der damit einhergehenden Flut von Daten und Diagnosen. Definiere, wie es um den Erfolg Deiner Influencer-Kampagne steht. Die Anzahl der Likes oder Kommentare, die ein einzelner Beitrag erhält, ist leider kein wahrer Ausdruck einer erfolgreichen Kampagne.

Tauche ein in die Tiefen von Google Analytics und analysiere Deinen Traffic. Bemerkst Du mehr Feedback auf den Traffic-Quellen, die Du in der Kampagne verwendet hast? Konntest Du einen Anstieg der Leads oder Verkäufe beobachtet? Hast Du auf Deinen eigenen sozialen Profilen eine Zunahme der Follower und ihres Engagements festgestellt? Steigen Deine Verkaufszahlen? Das sind alles Fragen, die Du beantworten solltest.

Wenn Du mit Influencern über das Awin-Netzwerk zusammenarbeitet, erhältst Du Zugang zu einem weiteren Trackinglevel. Eins davon ermöglicht Dir eine verständliche Darstellung der Kampagnenperformance. Außerdem steht Dir ein Echtzeit-Reporting zur Verfügung, sobald die Zustimmung des Influencers gegeben ist und Du die Standard-Trackinglinks für Dein Programm verwendest. Mit diesem Link hast Du einen Einblick in die Gutschein-Attribution oder Klick-Referenzen, die Dich über den Stand Deiner Kampagne informieren. Des Weiteren werden Klicks, Transaktionen und auch Hilfestellungen auf der Awin-Benutzeroberfläche sichtbar sein. Anhand dieser ist die Analyse des Traffics, der Interaktionen sowie der Touchpoints, die der Influencer nutzt, möglich.

 

Zusammenfassung

Influencer Marketing hat sich bei der Steigerung der Markenbekanntheit als äußerst erfolgreich erwiesen. Kreativ ausgeführt, kann es Deine Zielgruppe auf Deine eigenen Profile oder Deinen Blog leiten. Nutze Influencer strategisch, um Deine Marketingmaßnahmen zu ergänzen. Indem Du einfach die zehn oben genannten Tipps befolgst, wird Deine Marke eine proaktive, vertrauensvolle Beziehung zu Deiner Zielgruppe führen. Außerdem helfen Dir die Tipps die Reichweite, Sichtbarkeit sowie Markenbekanntheit Deiner Marke zu erhöhen und eine natürlichere und effektivere 1:1-Kommunikation zwischen Deiner Marke und Deiner Zielgruppe aufzubauen.