Unglaublich, aber wahr – 5 Fakten über Influencer Marketing

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Nicht jedes Unternehmen verfügt über ein riesiges Marketingbudget. Doch für Digital-Vermarkter von heute ist ein großer Geldbeutel nicht mehr alles; es kommt darauf an, was man damit anstellt. 

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Wege zu finden, die hervorragende Ergebnisse versprechen und dabei nicht das Budget sprengen ist der Schlüssel für erfolgreiches Marketing. Influencer Marketing erfüllt nicht nur diese Kriterien, sondern stellt dazu auch beim ROI viele andere Marketingkanäle in den Schatten. 

Influencer Marketing geht einher mit dem Wachstum der sozialen Medien, die für verschiedenste Geschäftsformen neue Werbekanäle erschlossen haben. Millionen von Menschen nutzen die zahlreichen Social-Media-Plattformen, wodurch die potenziellen Zielgruppen zu einem der größten Pools zur Lead-Generierung geworden sind. 

Mit ihrer großen Anhängerschaft in den sozialen Medien werden Influencer nahbarer als Prominente wahrgenommen, die in den traditionellen Medien Produkte bewerben, etwa im Fernsehen, Radio und in Zeitschriften. Im Vergleich zu ihnen sind Influencer „normale“ Menschen, die ihr Geschäft oder ihre Präsenz in den sozialen Medien auf interessante Inhalte mit hoher Zielgruppenbindung aufgebaut haben. Im Laufe dieser Entwicklung innerhalb der sozialen Medien haben sich Unternehmen das Modell des Influencer Marketings immer mehr für ihre eigenen Marken zunutze gemacht. 

Wie einflussreich Influencer Marketing geworden ist, belegen beeindruckende Statistiken und Fakten, die ihrerseits immer alltäglicher werden.

  1. 70% aller Teenager vertrauen Influencern in den sozialen Medien mehr als Prominenten

Schon immer richten sich junge Menschen nach ihren Altersgenossen und Influencer gehören für sie zu ihrer Peer Group. Auch wenn sie Sport- und Fernsehpersönlichkeiten aus der Ferne verehren, begreifen sie, dass berühmte Menschen nicht Teil ihres eigenen Lebens sind. Selbst wenn sie gerne wie sie sein wollen, werden Prominente dennoch meist eher als Fantasiewesen eingestuft anstelle etwas tatsächlich erreichbares.

Influencer hingegen werden anders wahrgenommen. Sie interagieren mit ihren Followern in den sozialen Medien und bauen Freundschaften auf, da sich viele Menschen mit ihnen identifizieren können. Influencer reden über Themen, die Teenagern am Herzen liegen und erreichen somit eine Zielgruppe, die unvergleichbar ist.

Teenager meinen, die Influencer zu kennen und haben deshalb Vertrauen in sie und ihre Meinungen. Gibt ein Influencer ihnen einen Rat, befolgen sie ihn. Wenn man dabei bedenkt, dass sich 70% aller YouTube-Abonnenteneher mit Influencern als mit Prominenten identifizieren und 40% sogar sagen, dass ihre bevorzugten Kreatoren bei YouTube sie „besser verstehen als [ihre] Freunde“, kannst Du Dir allmählich vorstellen, wie stark die Bindung zwischen Teenagern und Social-Media-Influencern ist. 

Der Grund dafür sind die engen Beziehungen, die Influencer mit ihren Fans knüpfen, verglichen mit den Beziehungen, die dieselben User zu YouTube-Videos von Prominenten haben. Videos von Influencern werden öfter angesehen und erhalten doppelt so viele direkte Handlungen (sei es Interaktion, Produktkauf etc.) als Promi-Videos herkömmlicher Art. 60% der Abonnenten würden sich in ihrem Handeln eher auf den Rat dieser Trendsetter verlassen, als TV- oder Filmstars zu vertrauen. Diese aussagekräftigen Statistiken zeigen die Macht des Influencer Marketings, insbesondere wenn man dessen Wirkung auf zukünftige Generationen von Online Shoppern in Betracht zieht.

2. Influencer Marketing ist profitabler als Print Marketing 

Zeitungen und Zeitschriften sind mittlerweile weitestgehend online verfügbar und werden heute öfter auf Tablets und Smartphones gelesen als je zuvor. Das hat in den letzten Jahren wiederum zum langsamen Rückgang des Print-Marketings geführt. Infolgedessen haben sich Marketer selbstverständlich anderen Arten der Vermarktung zugewandt, mit einem besonderen Augenmerk auf verschiedene Formen der Online-Werbung. Das Internet hat sich jedoch als hart umkämpfter Markt erwiesen. Um im World Wide Web auf sich aufmerksam zu machen, haben Marken ihre Zielgruppe schlussfolgernd eingegrenzt, um besser qualifizierte, potenzielle Kundenkontakte zu identifizieren und zu erreichen. 

Daher haben sie sich an Influencer gewandt, die ihre Zielgruppen bereits etabliert haben. Dadurch konnte Influencer Marketing das Print Marketing 2016 erstmals überflügeln. Verbraucher haben nach und nach ihr Kaufverhalten verändert und achten jetzt vermehrt auf Empfehlungen und Bewertungen - und zwar vor allem auf jene von Familienmitgliedern, Freunden und Social-Media-Influencern als auf traditionelle Print-Anzeigen. Käufer lassen sich nicht mehr einfach von Unternehmen beeindrucken, die die Vorteile ihrer Produkte anpreisen; stattdessen suchen sie nach Empfehlungen im sozialen Umfeld. Darunter auch jene Trendsetter, denen sie online folgen. Einschlägigen Studien zufolge wird Produktbewertungen 12 Mal mehr Vertrauengeschenkt als Verkaufsargumenten, die direkt von der Marke stammen. Da überrascht es nicht, dass Influencer Marketing dem Print Marketing in puncto Rentabilität den Rang abgelaufen hat.

  1. Unternehmen erreichen einen Ertrag von 600% für jeden in Influencer Marketing investierten Euro

Der Kapitalertrag von Influencer Marketing liegt schätzungsweise bei 6 Euro für jeden investierten Euro. Und hohe Erträge sind noch längst nicht alles – über 50% der Marketer sind der Meinung, dass Kunden, die über Influencer Marketing gewonnen werden, auf lange Sicht besser für das Geschäft sind. Sie geben mehr Geld aus, was zu höheren Warenkorbwerten führt.

Da Influencer Marketing als der schnellste Weg zur Neukundengewinnung gilt, wollen 59% aller Unternehmen das Budget für Influencer Marketing zeitnah aufstocken. Es übertrifft bereits die Budgets für Paid Search, E-Mail-Marketing sowie organische Suche und wird von 22% der Marketer als der kostengünstigste Marketingkanal zur Neukundengewinnung angesehen, womit es sich die Spitzposition mit E-Mail-Marketing teilt. 

Die erfolgreichste Plattform im Bereich Influencer Marketing stellen dabei Blogs 37% nutzen diese für Werbezwecke. Verbraucher recherchieren zunächst gern zu einem Thema, bevor sie sich zum Kauf entschließen und wenden sich daher Blogs und Artikeln zu, durch die sie sich informieren wollen. Im Rahmen der sozialen Medien bevorzugen 25% der Marketer Facebook, das damit vor YouTube, Instagram, Twitter, Pinterest und anderen Netzwerken liegt.

  1. Die Influencer Marketing-Branche wird sich im Jahr 2020 auf 8,2 Mrd. EUR belaufen

Auch, wenn es Influencer Marketing schon seit einigen Jahren gibt, hat es erst in den letzten paar Jahren einen großen Wachstumsschub erfahren. Dank der Beliebtheit der sozialen Medien erreichen Influencer heute ein größeres Publikum. Sowohl am Markt etablierte Unternehmen als auch Neulinge streben an, sich die Macht der sozialen Medien über verschiedene Plattformen und Geräte zunutze zu machen. Vergleicht man das heutige Suchvolumen für Influencer Marketing mit jenen von vor drei Jahren, ist eine Verdreifachung zu erkennen und von 2017 bis 2018 legte es eine fünffache Wachstumsrate hin.

Bei solch starkem Wachstum überrascht es nicht, dass der Branchenwert für das Jahr 2020 auf 8,2 Mrd. EUR taxiert wird. Ad-Blocker werden für Pop-up- und herkömmliche Display-Anzeigen immer mehr zu einem Problem. Hinzu kommt, dass große Teile der Bevölkerung mehr Zeit damit verbringen, auf Mobilgeräten durch die Social-Media-Feeds zu scrollen, anstatt fernzusehen oder Zeitschriften zu lesen. Unternehmen müssen also immer neue Werbekanäle erschließen. 

 

  1. 86% der Frauen suchen Beratung auf Social Media

Studien zufolge möchten sich Frauen vor einem potenziellen Kauf zuerst über die Erfahrungen anderer mit dem Produkt informieren. Viele fragen dabei ihre Familie sowie Freunde um Rat und beeindruckende 86% lassen sich bei der Entscheidungsfindung von sozialen Medien helfen. Diese sind heutzutage leichter zugänglich als je zuvor, wodurch Frauen in sozialen Medien aktiver geworden sind. Der Anstieg von Smartphone-Nutzern ist hierbei ebenso ein entscheidender Faktor – 83% geben an, dass sie durch das Handy mehr erledigen können. 

Die befragten Frauen gaben jedoch ebenso an, dass sie Kaufentscheidungen durchaus  alleine treffen können. Die Mehrheit befand, dass sie den Unterschied zwischen vertrauenswürdigen und nicht vertrauenswürdigen Informationen leich einschätzen kann. Obwohl sie soziale Netzwerke in großem Maße für Social Proof verwenden, müssen sie ihrer präferierten Informationsquelle also vertrauen können. Meinungen unbekannter Personen sind demnach viel weniger wichtig, als Meinungen von Influencern, mit denen sie bereits eine Beziehung geknüpft haben.

Auch wenn die Zielgruppe der Fashion- und Beauty-Branche nicht ausschließlich weiblich ist, baut diese Branche stark auf Influencer Marketing: 57% der Unternehmensetzen es als Teil ihrer Marketingstrategie ein. Üblicherweise handelt es sich hier um einen Bereich, in dem Frauen Tipps und Rat suchen. Anstatt einen Freund oder eine Freundin um eine Empfehlung zu bitten, wenden sich Frauen heute vermehrt online an ihre Lieblings-Influencer, um das perfekte Produkt für sich zu entdecken.

Ein Schlusswort

Das Wachstum des Internets hat Marken dazu gebracht, bei der Vermarktung ihrer Produkte oder Dienstleistungen neue Wege zu gehen, was zu Veränderungen ihrer Werbekampagnen geführt hat. Verbraucher erleben den Verkaufsprozess heute bewusster und haben eine größere Auswahl. Infolgedessen müssen sich Unternehmen bemühen, um Beziehungen zu potenziellen Verbrauchern zu knüpfen - sei es durch Content-Marketing, E-Mail-Marketing und neuerdings durch die Entwicklung einer Influencer Marketing-Strategie.

Wenn Du Interesse an einer Influencer-Kampagne hast oder mehr Informationen zu Influencer Marketing benötigst, hilft Dir unser Publisher Team jederzeit gern weiter.

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