Wunschlisten für kaufbereite Zielgruppen | Awin Power 100
Verfasst von Richard Towey am 5 Minuten zum Lesen
Christian Holmgaard ist bei uns im Podcast-Studio zu Gast und spricht über GoWish, eines der neuen Mitglieder der Awin Power 100.

GoWish hat eine außergewöhnliche Entstehungsgeschichte.
Ursprünglich wurde die Plattform von der dänischen Post entwickelt, um den Verkauf von Briefmarken anzukurbeln. Zehn Jahre später ist GoWish eine der beliebtesten Plattformen für Geschenkideen und Wunschlisten.
GoWish hat seinen Hauptsitz in Dänemark, wo der lokale Name „Wunschwolke“ bedeutet, daher auch das Wolkenlogo. Inzwischen expandiert die Plattform rasant in Europa und den USA.
Mit der App erreichen Awin-Advertiser kaufbereite Zielgruppen schon lange vor dem Kauf. Viele Power-100-Partner setzen eher am Ende des Funnels an und sind darauf ausgerichtet, direkt Sales zu generieren. GoWish hingegen kommt deutlich früher im Funnel ins Spiel. Wunschlisten zeigen bereits Wochen im Voraus, was die User kaufen möchten.
Die Plattform wuchs innerhalb eines Jahres von rund 3 auf 9 Millionen US-User und will bis Ende 2026 14 bis 15 Millionen erreichen.
Außerdem gehört GoWish zur Awin Power 100, einer Auswahl der 100 innovativsten PartnerInnen im Awin-Netzwerk.
Beim ThinkTank Americas 2026 hatten wir endlich wieder Gelegenheit, uns ausführlich mit Christian Holmgaard, Affiliate Partnerships Manager bei GoWish, auszutauschen.
Schau dir oben Christians komplettes Interview an oder lies unten die Zusammenfassung.
Christian, Glückwunsch zum Platz in der Power 100! Erzähl uns gerne ein bisschen was über GoWish.
GoWish ist die Plattform für alles rund um Geschenke und Wunschlisten. Hier gehst du hin, wenn dein Geburtstag ansteht.
Meine Familie hat mich über die Jahre bestimmt schon eine Million Mal gefragt, was ich mir zum Geburtstag wünsche, und ich wusste nie, was ich antworten sollte.
Ich wollte dieses Problem lösen und in der App jede Menge Inspiration bieten, durch die man ganz einfach stöbern kann.
Zum Beispiel gibt es unseren Geschenk-Generator. Du gibst einfach ein: „Ich werde 32 und bin ein Mann“, und schon siehst du, was sich andere Männer in deinem Alter wünschen. Oder wenn ich ein Geschenk für jemand anderen suche, kann ich zum Beispiel „Frau, 20“ auswählen und passende Geschenkideen finden. So ist GoWish zu einem Ort geworden, an dem man nicht nur Geschenke findet, sondern sie auch speichern und seine Wunschliste mit anderen teilen kann. Andere können einen Artikel reservieren, damit du ihn nicht doppelt geschenkt bekommst, und es gibt noch viele weitere praktische Features.
Wie hat das alles angefangen? Wie wurde das Unternehmen gegründet, und wie sahen die Anfänge aus?
GoWish stammt ursprünglich aus Dänemark und existiert tatsächlich schon seit zehn Jahren. Unser dänischer Name bedeutet übersetzt so viel wie „Wunschwolke“. Daher auch die Wolke in unserem Logo. Soweit ich weiß, wurde das Ganze von der dänischen Post ins Leben gerufen, ursprünglich mit der Idee, mehr Briefmarken zu verkaufen. Warum genau, kann ich dir auch nicht sagen, aber das war wohl der Gedanke dahinter. Und es war von Anfang an ein riesiger Erfolg.
Unsere heutigen Inhaber, zwei Unternehmer, haben die Plattform von der dänischen Post übernommen und seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. Anfangs war es einfach eine Wunschliste, auf der man Artikel speichern konnte, die man sich wünschte. Inzwischen ist daraus eine ganze Inspirationsplattform geworden, auf die wir heute unseren Fokus legen.
Tatsächlich basieren die meisten Wünsche, die in unserer App erstellt werden, auf unseren Empfehlungen. So hat sich die Plattform im Laufe der Jahre weit über eine reine Wunschliste hinaus entwickelt.
Es geht nicht darum, die Leute direkt zum Kauf zu bewegen. Wie lange dauert es bei euch typischerweise bis zur Conversion?
Wenn jemand etwas auf seiner Wunschliste speichert, dauert es im Schnitt vier bis acht Wochen, bis daraus eine Conversion wird. So gewinnen wir wertvolle Intent-Daten, die wir mit unseren Advertisern teilen können.
Anhand der Wunsch-Statistiken können sie frühzeitig Trends erkennen. Zum Beispiel: „Oh, diese Schuhe sind gerade total gefragt“ oder „Viele 20-jährige Männer wünschen sich gerade dieses Produkt.“ Daraufhin können sie auf anderen Plattformen ihr Budget erhöhen und genau dieses Produkt gezielt an diese Zielgruppe ausspielen.
Über dieses vier- bis achtwöchige Zeitfenster hinweg erhalten wir also auch wertvolle Einblicke in zukünftige Trends. Die meisten Daten, die Advertisern zur Verfügung stehen, zeigen, was gerade passiert oder bereits passiert ist. Unsere Wunschlisten geben dagegen einen Einblick in das, was als Nächstes kommen könnte. Anhand der Wunsch-Statistiken können sie abschätzen, welche Produkte in ein paar Wochen besonders gefragt sein könnten.
Viele unserer Advertiser nutzen diese Insights, um die Nachfrage besser einzuschätzen und ihre Lagerbestände entsprechend zu planen. So können sie viel genauer planen als bisher.
Planung ist ja nicht immer einfach. Wenn man jedoch ein Gefühl dafür bekommt, welche Trends sich abzeichnen, ist das natürlich mega hilfreich. Wie geht es für GoWish weiter?
Erstens investieren wir kontinuierlich in das Wachstum unserer Userbase. Vor etwa einem Jahr waren wir noch bei 3 bis 4 Millionen Usern. Ende des Jahres waren wir in den USA bereits bei 9 Millionen Usern.
Dieses Jahr wollen wir genauso stark weiterwachsen. Hoffentlich liegen wir am Ende bei 14 oder 15 Millionen. Deshalb investieren wir hier weiterhin sehr viel.
Bei der Plattform setzen wir weiterhin auf das, was besonders gut funktioniert. Zum Beispiel der Geschenk-Generator, den ich vorhin erwähnt habe. Wenn wir sehen, dass etwas bei unseren Usern besonders gut ankommt, überlegen wir, was wir in diesem Bereich noch ausprobieren können.
Ab und zu führen wir neue Features in der App ein. Wir schauen uns zum Beispiel ein Swipe-Card-Format ähnlich wie bei Tinder an, mit dem wir Usern Produkte präsentieren können. Neulich habe ich auch ein paar neue Entwürfe gesehen, wie die App in ein paar Monaten aussehen könnte. Im Grunde geht es immer darum, die User im Fokus zu behalten und sie noch besser zu inspirieren. Wir schauen, was besonders gut funktioniert, bauen darauf auf und probieren immer wieder Neues aus. Das ist wirklich ziemlich spannend.
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