Insight of the Month: CPI – Was hat es bewirkt?
Verfasst von Alfie Staples am 6 Minuten zum Lesen
Was ist aus den 2.000 Advertisern geworden, die ihr Tracking mit Awin's CPI verbessert haben? Zeit für den Insight des Monats.

Tausende Upgrades. Millionen an Umsatz und Provisionen zurückgewonnen und korrekt zugeordnet. Zahlreiche Partnerschaften gestärkt. Jede Menge neue Insights darüber, was wirklich funktioniert. Ein Jahr später ziehen wir Bilanz zu Awin's Conversion Protection Initiative.
Wie bereits auf der PI Live 2024 angekündigt, haben wir höhere Tracking-Standards für Awin-Advertiser mit dem Ziel eingeführt, „eine klare Grenze zu ziehen“. Durch Adblocker und wegfallende Third-Party-Cookies wurde der Wert unseres Kanals zunehmend getrübt. Nach unseren Schätzungen gingen 12,6 % der regulären Verkäufe verloren, während bei App-getriebenen Verkäufen sogar 20 % nicht erfasst wurden.
Die alten Tracking-Standards reichten nicht mehr aus, um verlorene oder nicht korrekt erfasste Sales und Partnerprovisionen zurückzugewinnen.
Die CPI wurde eingeführt
Advertiser hatten bis zum 07.04.2026 Zeit, ihr Tracking zu optimieren. Bis März 2026 hatten über 2.300 Awin Advertiser das neue Tracking implementiert.
Mehr als 1.600 stellten auf verbessertes Server-to-Server-Tracking um, über 760 führten App-Tracking ein.
Durch die Upgrades wurden 578 Mio. $ Umsatz und 37 Mio. $ an Provisionen zurückgewonnen, die sonst verloren gegangen oder nicht korrekt erfasst worden wären
Netzwerke wie Rakuten Advertising launchten ähnliche Initiativen. Die CPI gewann Gold für Excellence in Transparency & Compliance bei den GPMAs 2025. Und auch Unsere Presseerwähnungen nahmen stetig zu.
Statt Kritik gab es Zustimmung: Unsere größten Advertiser reagierten positiv und lobten die CPI für die längst überfälligen Maßnahmen.
Amy Hockin, Head of Paid Traffic Acquisition bei Virgin Media, nennt die CPI „den Treibstoff“ für ein Upgrade, das „den Kanalwert klarer macht und bessere Investitionsentscheidungen ermöglicht“.
Gleichzeitig erklärten Partner wie TopCashback, dass sie die CPI-Zahlungen bereits genutzt hätten, um ihr Kundenerlebnis weiter zu verbessern.
Es ist wichtig, all diese Momente zu reflektieren und ihren Beitrag zum gesamten Affiliate-Kanal wertzuschätzen. Mit unseren Tracking-Verbesserungen wollen wir Advertisern ermöglichen, genauer zu messen, mehr Klarheit zu gewinnen und ihre Budgets auf Basis dieser Insights gezielter und effizienter einzusetzen.
Jetzt wird deutlich, welchen Effekt das hatte.
Den Einfluss messen
Wir haben uns dafür entschieden, den Impact des verbesserten Trackings anhand der Performance von Werbetreibenden zu messen, die im Jahr nach der Einführung von CPI einen oder beide der CPI-zertifizierten Standards (Server-to-Server-Tracking und App-Tracking) eingesetzt haben.
Zur Klarstellung: Alle Awin-Advertiser, die diese Standards bislang nicht implementiert haben, nutzen aktuell unser probabilistisches Modell. Hierbei wird eine zusätzliche Provision erhoben, um Ereignisse auszugleichen, die im Tracking wahrscheinlich nicht erfasst werden.
Unter den 2.300 Advertisern, die ein Upgrade vorgenommen haben, haben wir Programme mit geringem Volumen (<20 Sales pro Tag) ausgeschlossen, damit die Medianwerte nicht verzerrt werden.
Einfluss von Server-to-Server-Tracking
Bei Advertisern mit Server-to-Server-Tracking ging der Traffic bis März 2026 zwar um 0,9 % zurück, blieb damit aber im Vergleich zum Plattformdurchschnitt äußerst stabil. Dort lag der Rückgang bei 15 % im Jahresvergleich.
Der durchschnittliche Warenkorbwert (AOV) zeigte eine ähnliche Entwicklung und lag leicht über dem Wert des Vorjahres. Dann zeigte sich der wahre Gewinn.
Advertiser mit Tracking-Upgrade verzeichneten einen Sales-Anstieg um 3,5 %. Noch wichtiger war jedoch die Entwicklung des Anteils der BesucherInnen, die zu KundInnen wurden.
Trotz der derzeitigen Preissensibilität, die zu stagnierenden Conversion Rates beiträgt, verzeichneten Advertiser mit Tracking-Upgrades ein Wachstum von 6,4 % gegenüber dem Vorjahr.

Besseres Tracking führt dazu, dass Advertiser bei gleicher Nachfrage mehr Conversions erzielen.
Und warum auch nicht? Verbessertes Tracking zeigt dir nämlich, welchen Mehrwert deine PartnerInnen wirklich liefern. So kannst du dein Budget gezielt auf die PartnerInnen verteilen, die die meisten Sales generieren.
Der App-Impact
Bei Werbetreibenden mit transaktionaler App, bei denen App-Tracking verpflichtend eingeführt wurde, zeigten unsere Daten zwar eine gewisse Varianz, insgesamt jedoch Verbesserungen in ähnlichen Bereichen.
Der App-Traffic ging im Jahresvergleich um 17 % zurück und lag damit in etwa auf dem Niveau unseres Plattformdurchschnitts (–15 %). Insgesamt sind auch die App-Downloads im vergangenen Jahr gesunken, was möglicherweise auf eine nachlassende Nachfrage im In-App-Commerce hindeutet.
Der durchschnittliche Warenkorbwert (AOV) blieb stabil, genauso wie bei den Server-to-Server-NutzerInnen. Und hier zeigte sich der echte Impact. Die Conversion Rates stiegen um ganze 9,6 % im Jahresvergleich.

Also, nochmal:
Advertiser mit besseren Tracking-Standards erzielen höhere Conversion Rates, unabhängig vom Kanal (Website oder App).
Ein Anstieg der Conversion Rate um fast 10 % ist ein Ergebnis, das normalerweise erst nach jahrelanger UX-Optimierung erreicht wird. Aber genau dieser Anstieg wird hier bereits durch ein einfaches Infrastruktur-Upgrade und wenige Monate Optimierung erzielt.
ButtonTeilweise ist der Anstieg sogar noch höher. Kürzlich war Amy Denton von Wowcher im Awin-Win Marketing Podcast zu Gast und sprach darüber, wie sie die App-Tracking-Lösung nutzt.
Gemeinsam mit Joanna Faldo von Button bestätigte sie, wie sehr sich die In-App-Conversions verbessert haben, seit sie ihr Programm auf Basis besserer Insights in affiliate-unterstützten Customer Journeys optimiert haben.
Bei Wowcher führte App-Tracking zu einem Anstieg der Conversion Rate um 31 %. Vor der Zusammenarbeit mit Button kamen 29 % der Bestellungen aus der App. Mittlerweile liegt der Anteil bei 50 %. Für Advertiser, die ihre App-Performance optimieren wollen, sind diese Ergebnisse durchaus interessant.
Der Top-20-Impact
Zum Abschluss haben wir uns die 20 leistungsstärksten Programme auf unserer Plattform genauer angesehen. Wir waren überzeugt, dass diese Werbetreibenden auf die aus einer klareren Sicht auf ihre Partnerbeiträge gewonnenen Daten reagieren würden unterstützt durch die ExpertInnen von Awin..
In diesem Test haben wir den unmittelbaren Effekt analysiert. Welche Ergebnisse zeigten sich bereits 30 Tage nach der Implementierung des verbesserten Trackings?
Klicks (–16,8 %) und gezahlte Provisionen (–16,5 %) bewegten sich im erwarteten Rahmen, beeinflusst durch Faktoren wie Sales, Produkt-Launches und neue PartnerInnen. Entscheidend war jedoch die Gesamtzahl.
Anstieg der Conversion Rate 30 Tage nach dem Tracking-Upgrade: 14,4 %. Die Trendlinie zeigt, wie schnell Advertiser einen deutlichen Anstieg beobachten konnten.

Vielleicht ist das erst der Anfang
Kommt dir das bekannt vor? Das sollte es auch.
Awin's Insight des Monats liefert regelmäßig tiefe Einblicke in das Zusammenspiel zwischen Tracking und Performance. 2025, nach der Ankündigung der CPI, haben wir erneut eine Gruppe von Awin-Advertisern mit schwachem Tracking (ohne S2S- oder Mobile-App-Tracking) mit einer Gruppe mit optimalem Tracking-Setup (mit S2S- und Mobile-App-Tracking) verglichen.
Der Unterschied lag darin, dass Werbetreibende mit hochwertigem Tracking diese Änderungen bereits Jahre früher hätten vornehmen können, wodurch mehr Zeit für Learnings und Optimierungen entstanden wäre.
Die Ergebnisse sprechen für sich: Sales stiegen um 8,3 %, die Conversion Rate um 9,6 %. Auch der ROI lag höher (13,8 vs. 12,5), die Einnahmen pro Klick nahmen zu (4,0 vs. 2,9) und der CPA sank (7,3 % vs. 8,0 %).

Wir sind noch nicht am Ziel
Wir sind begeistert von den positiven Auswirkungen der CPI auf die Performance der Advertiser, die Partner-Provisionen und den Affiliate-Kanal insgesamt. Aber wir sind noch nicht fertig.
Tausende Programme arbeiten weiterhin mit unserem probabilistischen Standard, und die Argumente für ein Upgrade auf Server-to-Server- oder App-Tracking waren noch nie so eindeutig.
Wenn der Traffic stagniert oder zurückgeht, wird die Conversion Rate zur wichtigsten Kennzahl. Überall zeigt sich: Besseres Tracking sorgt für eine höhere Conversion Rate.
Neugierig auf Awin's CPI? Dann schau in unserem Hub vorbei. Oder falls du bereit für den nächsten Schritt bist, findest du in unserem neuen Tracking-Guide alles, was du brauchst.