Awin Thoughts: Während sich Technologieriesen bei der Unterstützung von Massenmedien schwer tun, kann Affiliate Marketing Abhilfe schaffen

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Mark Zuckerberg scheint auf einer Ein-Mann-Mission zu sein, um das Internet zu retten.

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Zeitungen auf einem Tisch

Im Januar erklärte Zuckerberg, dass seine persönliche Herausforderung für 2019 darin bestehe, Interviews mit einer Reihe von globalen Experten über die Zukunft der Technologie in der Gesellschaft zu führen. In den letzten Wochen hat er Stellungnahmen zu Fragen der Online-Regulierung und des Datenschutzes veröffentlicht, die auf die zahlreichen Kontroversen reagieren, in denen sich das soziale Netzwerk in letzter Zeit verstrickte.

Er interviewte auch Mathias Döpfner, CEO von Europas größter Verlagsgruppe und Awins Muttergesellschaft Axel Springer. Die Themen reichten dabei von der Privatsphäre und der Regulierung im Internet über die Demokratie im digitalen Zeitalter, den Aufstieg Chinas und, vielleicht am bedeutendsten, die Herausforderungen für traditionelle Nachrichten- und Medienverlage.

Gerade beim letzten Thema hatten die beiden CEOs wohl gegensätzliche Ansichten. Facebooks Erfolgsbilanz bei der Unterstützung qualitativ hochwertiger Content-Publisher, die ihre Beiträge monetarisieren wollen, ist nicht besonders gut. Erst im vergangenen Jahr hat Facebook Beiträge von Nachrichten- und Medienorganisationen in seinem News Feed eingeschränkt. Diese Neuerung gab den Benachrichtigungen von Freunden und Familie den Vorzug, um so den Mehrwert für User sicherzustellen.

Tatsächlich hat die zunehmende Verzweiflung, mit der viele Publisher versuchten Views und Klicks auf Plattformen wie Facebook zu generieren und so ihre Arbeit zu monetarisieren, wohl zu einer Abwärtsspirale geführt. Das Modell der "Aufmerksamkeitsökonomie" hat Clickbaits, Fehlinformationen und Fake News auf Kosten gut recherchierter und informierter Inhalte gefördert. Döpfner betont schon früh: "Je besser das Geschäftsmodell, das Facebook für Publisher bietet, desto mehr professionelle Journalisten wird Facebook gewinnen".

Zuckerberg schlug vor, ein "News Tab"-Produkt zu entwickeln, das das Problem lösen könnte. Ein separater Feed, in dem qualitativ hochwertige Inhalte und Nachrichten von autorisierten Verlagen bereitgestellt werden. Diese Seiten hätten eine direkte Beziehung zu Facebook und würden von der Plattform für die Aufnahme ihrer Inhalte bezahlt werden.

Konkrete Zahlen wurden nicht mitgeteilt, aber es war vielleicht eine pointierte Antwort auf die Ankündigung des neuen News-Abonnementdienstes von Apple. Apple News+ wird beworben mit Inhalten im Wert von 8.000 US-Dollar, soll aber nur 9,99 US-Dollar pro Monat kosten. So stellt sich einigen Beobachtern die Frage, was Apple an die Redakteure selbst weitergeben würde.

Die Monetarisierung von Inhalten ist ein Thema, das im digitalen Bereich nicht mehr wegzudenken ist. Nachdem die EU kürzlich ihr umstrittenes digitales Urheberrechtsgesetz verabschiedet hat, bleibt abzuwarten, wie sich selbiges entwickeln wird. Axel Springer hat sich mit Nachdruck für das neue Gesetz eingesetzt. So war der Verlag erst vor wenigen Jahren gezwungen, die Einschränkung der Nutzung von Inhalten aus seinen deutschsprachigen Nachrichtenpublikationen durch Google zu überdenken, als die Verweise auf seine Websites in der Folge stark zurückgingen.

In der Zwischenzeit wenden sich immer mehr Massenmedien und Nachrichtenverlage an den Affiliate-Kanal, um ihre sinkenden Werbeeinnahmen auszugleichen. Weltweit verzeichnet der Kanal steigendes Interesse aus diesem Bereich. Von Schibsted Media in den nördlichen Ländern, über Buzzfeed in den USA, die Mondadori Group in Italien und ESI Media in Großbritannien, viele dieser großen Medienverlage arbeiten über Awin weltweit direkt mit Advertisern zusammen.

Das Interesse am Affiliate-Kanal hat zu weiteren Innovationen und Unterstützung bei der Content-Monetarisierung von Publishern geführt. Vor kurzem haben wir gesehen, wie zahlreiche neue 3rd-Party-Anbieter hinzugekommen sind. Diese stellen Lösungen bereit, um viele der Probleme zu umgehen, mit denen Publisher bei der Optimierung von Affiliate-Partnerschaften konfrontiert sind.

Trackonomics bietet Dashboards, die Daten über verschiedene Werbeplattformen hinweg kombinieren und feststellen, wo tote Links eingebaut sind, um so Provisionsverluste zu vermeiden. Die Preisvergleichs- und Einkaufstools von Monetizer101 bieten Plug & Play-Lösungen, die direkt in relevante Artikel und Inhalte eingefügt werden können. Monotote ermöglicht es den Nutzern, am Ort der Inspiration zu kaufen, indem sie Videos und Bilder auf Websites von Publishern in einkaufbare Inhalte verwandeln, ohne auf Websites von Advertisern weitergeleitet zu werden.

Das sind nur einige der zahlreichen Werkzeuge, die jetzt für solche Publisher verfügbar sind und sie repräsentieren die ständigen Innovationen, durch die sich der Affiliate-Kanal letztendlich auszeichnet. Während die Debatten auf höchster Ebene über die Art und Form der Monetarisierung von Online-Inhalten wüten, beschäftigen sich die Partner mit der Entwicklung praktischer Lösungen, die die Schöpfer für ihre wertvollen Bemühungen besser belohnen können.

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