Inbound versus aggressives Marketing

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Kundengewinnung und Kundenbindung sind die tragenden Säulen eines jeden Business.

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Doch mit steigendem Wettbewerb, wird es immer herausfordernder für Unternehmen neue Kunden zu gewinnen und zu halten. Bei so vielen Wahlmöglichkeiten, haben Nutzer den Luxus, online zwischen unzähligen Webseiten hin und her zu klicken. Daher war es noch nie so wichtig, die Aufmerksamkeit von Interessenten auf sich und seine Marke zu lenken.  

Aus diesen Gründen haben viele Vermarkter sich der Praxis des aggressiven Marketings verschrieben (nicht zu verwechseln mit Outbound Marketing, bei dem oft über kostenpflichtige Kanäle, aktiv nach potenziellen Kunden gesucht wird), verbunden mit der Hoffnung, Handlungsmöglichkeiten zu ergreifen und damit zu überzeugen. Diese Marketing Maßnahmen können viele Formen annehmen, haben aber alle das Ziel eine unmittelbare und sofortige Wirkung hervorzurufen.

Aggressives Marketing ist das Gegenteil von passiveren Formen, die den Aufbau einer langfristigen Beziehung anstreben. Erreicht wird das durch die Steigerung der Markenbekanntheit sowie das Angebot von Content und Informationen, die für potenzielle Kunden relevant sind. Diese Inbound-Methoden sind weniger aufdringlich und bauen schrittweise Vertrauen zum Unternehmen auf. Das Ziel von Inbound Marketing besteht darin, einen bestehenden Bedarf zu befriedigen, sodass das Unternehmen vom Kunden gefunden wird, der bereits zielgerichtet an einem Angebot interessiert ist. Dies gelingt durch eine gute Positionierung, die Steigerung des Traffics und die Gewinnung von Leads.

Sehen wir uns nun die verschiedenen Methoden an, die mit jedem Ansatz verknüpft sind.

 

Beispiele für Inbound Marketing

Inbound Marketing Maßnahmen sind alle darauf ausgerichtet, dass Kunden sich an ein Unternehmen wenden, da bereits Interesse an deren Angebot besteht. Inbound Methoden beinhalten:

  • Content Marketing – Ein Blog sollte den potenziellen Kunden wertvolle Informationen liefern und mehr als ein reiner Werbe-Blog sein. Indem man demonstrierst, dass man auf die Bedürfnisse der Kunden vorbereitet und nicht nur an ihrem Geld interessiert ist, wird Vertrauen geschaffen. Content Marketing generiert dreimal mehr Leads als traditionelles Marketing.
  • Guest Blogging - Wenn die eigenen Artikel als Inhalt für verwandte Webseiten verwendet werden, ist das ein guter Weg, um ein völlig neues Publikum zu erreichen. Kann man einen, für den jeweiligen Markt relevanten, Influencer davon überzeugen, die eigenen Artikel zu featuren, verschafft das der eigenen Marke mehr Bekanntheit.  Zusätzlich werden dabei Links zu und von der eigenen Website generiert, was bei der Suchmaschinenoptimierung von Nutzen sein kann.
  • Leads durch Social Media – Soziale Medien sind ein guter Weg um sowohl bestehende als auch potenzielle neue Kunden gleichermaßen auf sich aufmerksam zu machen und bietet Anreize, um sie die eigene Website besuchen zu lassen. Durch Social Media können Kunden über Neuheiten und News aus dem Business informiert werden. Je mehr Posts von Followern gelesen werden und je mehr Posts in deren Newsfeeds erscheinen, desto höher ist die geschaffene Aufmerksamkeit. Checke unsere Tipps zur Erhöhung Deiner Reichweite auf Social Media.
  • Interaktion mit Kunden - Indem den Kunden gezeigt wird, dass man echtes Interesse an ihnen hat, gelangt man mit ihnen auf eine persönlichere Ebene.

 

Bei der Kommunikation auf Social Media Kanälen und Blogs, ist darauf zu achten, sich Zeit für die Anfragen der Kunden zu nehmen.

  • Freie Ressourcen - Ein guter Weg während des Unternehmenswachstums das Vertrauen der Kunden auszubauen, ist das Teilen von Informationen. Dies kann in Form von Guides, eBooks, Checklisten oder Gutscheinen geschehen. Durch die weiterführende Versorgung mit Informationen des bereits bestehenden Kundenstamms, wird ein Mehrwert geschaffen und eine langfristige Beziehung sichergestellt.
  • E-Mail Marketing als Teil des Sales Funnel - Mit Kunden in Kontakt zu bleiben, die ihre E-Mail Adresse zur Verfügung gestellt haben, ist ausschlaggebend für den Erfolg. E-Mail Marketing hilft im ständigen Austausch zu bleiben, beim Ausbau von Vertrauen und einer intakten Kundenbeziehung sowie beim Anbieten von Ressourcen und dem Verkauf seiner Produkte zum richtigen Zeitpunkt.
  • Content teilen - Infografiken und Videos sind Beispiele für Content, der leicht verbreitet werden kann. Es sollte sichergestellt werden, Branding und Kontaktdetails zu jedem geteilten Content hinzufügen, um es den Interessenten leicht zu machen, in Kontakt zu treten.
  • Keywords und SEO - Die Rolle von Keywords hat sich über die letzten Jahre verändert, sie spielen aber noch immer eine große Rolle. Man sollte sich auf gezielte Keywords fokussieren und diese in seinen Content einbauen.

 

Beispiele für aggressives Marketing

Aggressives Marketing beinhaltet jede sofortige und zwanghafte Technik, die für den Interessenten schwer zu ignorieren ist. Das Ziel solcher Techniken ist die Kunden zu einem sofortigen Klick zu drängen und sie neugierig auf weitere Informationen zu machen. Beispiele hierfür sind:

  • Auto-play Videos mit Sound
  • Popups
  • Großflächige Banner
  • Full Screen Ads
  • Werbung getarnt als Teil des Contents
  • Content von geringer Qualität umgeben von Werbung
  • Auffällige Animationen
  • mehrere Seiten pro Artikel
  • schockierende Werbung
  • Spam-Mails

 

Die Vor- und Nachteile jedes Ansatzes

Welcher dieser Techniken ist nun am effektivsten? Zunächst schauen wir uns die Vor- und Nachteile beider Formen an.

Inbound Marketing

Die Vorteile von Inbound Marketing beinhalten:

  • hilft beim Aufbau von Vertrauen und Langzeit-Beziehungen
  • wirkt dem Interessenten gegenüber nicht aufdringlich
  • bietet zielgerichtet Lösungen für bestehende Probleme
  • stärkt Markenbekanntheit und Glaubwürdigkeit
  • kosteneffektiv
  • kann einen Schneeballeffekt haben, wenn Content online geteilt wird und viral geht

Die Nachteile:

  • zeitaufwendig
  • arbeitsaufwendig
  • Erfolge erst nach gewisser Zeit sichtbar
  • schwierig ROI zu tracken
  • wettbewerbsstarker Marketplace

 

Aggressives Marketing

Die Vorteile von aggressivem Marketing sind:

  • sofortige Wirkung
  • sticht heraus auf einem wettbewerbsstarken Markt

Die Nachteile beinhalten:

  • unbeliebt bei Interessenten/Kunden
  • Risiko, dass Interessenten sich an andere Anbieter wenden, da sie sich aufgrund der auffälligen Werbemaßnahmen bedrängt fühlen
  • keine Befürwortung von Google, daher kein hohes Ranking
  • möglicher Verstoß gegen Vorschriften
  • Schock-Taktiken sind veraltet

 

Zusammenfassung

Beide Techniken haben Vor- und Nachteile und viele Unternehmen wenden beide Ansätze im gewissen Umfang an. Zu Problemen kommt es aber dann, wenn die aggressiven Marketing Taktiken den Inbound Methoden gegenüber überwiegen.

Eine Studie, die von der Tuck School of Business in Zusammenarbeit mit der New York University und der Wharton School of the University of Pennsylvania durchgeführt wurde, zeigte, dass aggressivere Werbung im Vergleich zu passiveren Methoden, schlechter abschnitt.

Affiliate Marketing hat das Ziel potenziellen Kunden etwas wertvolles zu bieten und sie mit den richtigen Marken zu verbinden. Content oder Blogs zu nutzen, um eigene Links zu fördern, ist eine der bekanntesten und erfolgversprechendsten Formen des Affiliate Marketings.

Awin stellt die nötigen Tools bereit und bietet Publishern damit die Möglichkeit, ihre Verkäufe einfach zu verlinken und zu verfolgen, sodass mehr Zeit für die Arbeit an Inbound Marketing Methoden genutzt werden kann.

Warum aggressives Marketing nicht funktioniert, obwohl Kunden gewillt sind zu kaufen, ist klar: Sie wollen Käufe zu ihren eigenen Bedingungen abschließen und nicht dazu gedrängt werden. Ihnen ein Produkt aufzwingen zu wollen, ohne vorab Zeit in den Aufbau einer Beziehung zu investieren, ist eine Kombination, die zum scheitern verurteilt ist.

Gelegentlich kann einem unentschlossenen Käufer jedoch, durch eine starke Call-to-Action-Technik bei der Entscheidungsfindung geholfen werden. Um die Beziehung zum Kunden zu wahren, sollte dennoch sichergestellt werden, keine irreführenden Marketingmethoden zu verwenden.