Content-Marketing - Mit den richtigen Inhalten zum Erfolg

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Die direkte Übersetzung des Wortes Content” aus dem Englischen ist so präzise wie nichtssagend zugleich: Inhalt.  

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Okay, aber was genau ist ein Inhalt? An dieser Frage scheiden sich manchmal die Geister, wenn es um eine klare Definition von Content geht. 

In diesem Beitrag erfährst Du deshalb nicht nur, was die Definition von Content ist - sondern genau wie man diesen richtig vermarktet, um die Bekanntheit seiner Marke zu erhöhen.

 

Was ist Content?

Im Online-Marketing ist in der Regel mit Content die Gesamtheit aller Inhalte einer Website gemeint. Sprich, alle Texte, Grafiken, Bilder, Videos oder Audiodateien. In der modernen Marketingstrategie zählt man gern auch Veröffentlichungen in den sozialen Netzwerken und Medien dazu. Was das alles im Detail bedeutet, wird in diesem Artikel erklärt: 

  1. Was ist Content-Marketing?

  2. Warum gibt es Content-Marketing?

  3. Was beinhaltet Content-Marketing? (Formate und Inhalte)

  4. Wie sieht gutes Content-Marketing aus? (Beispiele für Best Practices)

  5. Die 6 besten Content-Marketing-Tools

 

In jedem Fall ist Content eine wichtige Größe, um die Aufmerksamkeit von Menschen zu erreichen. Mit den richtigen Inhalten wird Interesse geweckt und im besten Fall eine Kaufabsicht motiviert. 

Deshalb sind sich trotz der etwas breit gefassten Definition alle Marketing-Experten in einem Punkt einig: Content is king! 

 

Was ist Content-Marketing?

Content-Marketing ist ein wichtiger Teilbereich des digitalen Marketings, der sich damit befasst, qualitativ hochwertige Inhalte zu gestalten und zu verbreiten. 

Diese Arbeit wird meist von Agenturen bzw. den Marketingabteilungen von Unternehmen selbst umgesetzt. Sie legen in einer Content-Marketing-Strategie fest, welche Menschen sie mit ihren Inhalten erreichen wollen und was dabei die langfristigen Ziele sind. 

In der Regel handelt es sich bei diesen Menschen um neue oder bestehende Kunden. Es können aber genauso potentielle Partner, Investoren oder andere Stakeholder sein. Ebenso wird beim Content-Marketing anhand realer Daten ermittelt, wie man dieses definierte Zielpublikum am effektivsten anspricht. 

Das heißt, Content-Marketer beschäftigten sich unter anderem damit, 

  • welche Merkmale bestimmte Personengruppen haben, 
  • welche Formate ihre Interessen abdecken 
  • und auf welchen Kanälen man sie leicht und häufig antrifft. 

Der Prototyp eines typischen Nutzers, der bei dieser strategischen Vorarbeit entsteht, wird im Fachjargon Buyer Persona genannt.     

Beim eigentlichen Content-Marketing geht es nun darum, Inhalte zu kreieren, die gezielt und kontrolliert die Aufmerksamkeit dieser Zielgruppen auf sich ziehen. Sei es, weil der Content

  • für sie relevant ist, 
  • Fragen beantwortet, 
  • Wünsche weckt, 
  • Informationen liefert 
  • oder einfach nur unterhaltsam ist. 

 

Warum gibt es Content-Marketing?

Warum Content-Marketing

Jetzt ist ein guter Zeitpunkt für die Frage, warum Unternehmen und Co. das überhaupt machen?

Wieso investieren sie so viel Zeit, Arbeit und damit auch Geld in Inhalte, die ohnehin größtenteils kostenlos angeboten werden?

Der Hauptgrund ist schlicht und einfach (Neu-)Kundengewinnung. 

Mit dem Content-Marketing wird ein wichtiger Prozess in Gang gesetzt: 

  1. Erst weckt man das Interesse der gewünschten Zielgruppe. 
  2. Dann überzeugt man sie mit Inhalten, die ihnen einen Mehrwert liefern.
  3. Sodass sie emotional und rational aufgeschlossen für die eigenen Produkte oder Dienstleistungen sind und…
  4. ...im Idealfall letztendlich auch abonnieren, (wieder) kaufen bzw. Stammkunde werden.    

Die große Bedeutung von Content-Marketing bei der Konversion von Unbeteiligten zu Kunden zeigt sich an vielen verschiedenen Effekten. 

Mit der richtigen Content-Generierung…

  • wird Bewusstsein und Aufmerksamkeit für eine Marke geschaffen.
  • lässt sich das Suchmaschinen-Ranking einer Website verbessern, sodass sie dadurch leichter gefunden wird.
  • steigt der Traffic auf einer Website und in Kanälen wie den sozialen Netzwerken.
  • legt ein Unternehmen die Grundlage für eine vertrauensvolle Beziehung zwischen seinem Produkt und potentiellen Käufern.
  • kann ein Unternehmen direkt und ungefiltert mit seinem Zielpublikum kommunizieren.
  • lässt sich eine Positionierung als Experte auf dem Markt bzw. in einer Branche festigen. 

All das ist allerdings nur erfolgreich, falls eine fundamentale Regel beachtet wird: Beim Content-Marketing muss der Nutzen für den Anwender im Vordergrund stehen. 

Das eigentliche Ziel, also beispielsweise die Werbung oder der Verkauf, ist untergeordnet. Es sollte demnach nur sehr dezent und indirekt verfolgt werden. Wenn Content-Marketing richtig umgesetzt wird, ergeben sich die Vertriebserfolge auf organische Art und Weise. 

Sobald Inhalte aber zu kommerziell gestaltet oder offensichtliche Schleichwerbung sind, können sich die möglichen positiven Marketing-Effekte ganz schnell ins Negative umkehren. 

 

Was beinhaltet Content-Marketing? (Formate und Inhalte)

Als Inhalt zählen alle Elemente, die ein Nutzer auf einer Website wahrnehmen kann. Sprich, alles, was sich ansehen, hören, abspielen und herunterladen lässt. Darunter fallen:

  • Website-Texte
  • Blogbeiträge
  • Videos
  • Audios
  • Bilder und Grafiken

Wie genau welches Element eingesetzt wird, sollte bestenfalls vorab in einer Content-Marketing-Strategie festgelegt und mit dem eigenen Marketing-Mix abgestimmt werden. Schließlich geht es nicht darum, wahllos irgendetwas zu veröffentlichen. Das Ziel ist stattdessen, mit den erstellten Inhalten die gewünschte Wirkung zu verursachen.

Bei einer Content-Marketing-Strategie wird vorab und langfristig geplant, mit welcher Taktik man bei der Erstellung und Verbreitung von Inhalten vorgehen möchte. 

  • Wer soll erreicht werden? 
  • Welche Arten von Content könnte dieser Zielgruppe gefallen? 
  • Welche Botschaft will man dabei vermitteln? 
  • Welche Handlung möchte man bei der Zielgruppe motivieren?

Ist diese Strategieplanung abgeschlossen, so gilt es nicht nur, den angedachten Content zu produzieren. Es müssen zudem auch die passenden Kanäle für die Veröffentlichung gewählt werden. Welche das sind, ist ganz individuell vom Unternehmen und seiner Strategie abhängig. 

Hinzu kommt, dass sich die Rahmenbedingungen für das Content-Marketing kontinuierlich verändern. Sie unterliegen Trends. Während noch bis vor einigen Jahren der Fokus fast ausschließlich auf Webseiten lag, ist mittlerweile die Auswahl an verschiedenen Kanälen und Formaten groß. Sie alle bieten unterschiedliche Vorteile und Potentiale für das Veröffentlichen von Content.  

Content-Marketing Videos

Mögliche Plattformen und Formate für Content-Marketing sind: 

  • Webseiten und Landing Pages
  • Blogs und Online-Artikel
  • E-Mails und Newsletter
  • Soziale Netzwerke wie Facebook, Youtube, Instagram und Twitter
  • Business-Netzwerke wie Linkedin und Xing
  • Podcasts
  • Webinare und Tutorials
  • White Papers und Präsentationen
  • Ratgeber und eBooks
  • Apps 

Die eigentliche Umsetzung einer langfristigen Content-Marketing-Strategie erfolgt dann mit Hilfe von Content-Marketing-Kampagnen. Das sind kurz- oder mittelfristig angelegte Maßnahmen, mit denen sich einzelne Teilziele einer langfristigen Strategie erreichen lassen. 

Besteht beispielsweise die Content-Marketing-Strategie eines Unternehmens darin, Kunden für ein neues Produkt zu gewinnen, so könnte eine Content-Marketing-Kampagne das Ziel haben, innerhalb von 3 Monaten 10.000 Besucher auf die Landing Page des Produkts zu leiten. 

 

Wie sieht gutes Content-Marketing aus? (Best Practices)

Das Faszinierende an Content-Marketing ist, dass der Spielraum an Gestaltungsmöglichkeiten endlos zu sein scheint. 

Bei dieser großen Diversität drängt sich allerdings eine Frage auf: Was macht eigentlich Content-Marketing erfolgreich? Wann sind Inhalte gute Inhalte? 

In Kürze: Wenn sie für die Zielgruppe relevant sind, Mehrwert bieten und messbar zur Erreichung der gewünschten Zielsetzung beitragen.

Bewährte Best Practices hierfür sind Inhalte, die: 

    • in Stil und Ausrichtung genau auf die Bedürfnisse und Wünsche einer Zielgruppe zugeschnitten sind und Vertrauen aufbauen, wie beispielsweise bei baby-walz.
    • Einblicke in die Hintergründe eines Produkts oder Unternehmens geben
    • wichtige Fragen klären, wie z.B. die FAQs von Telegram.
    • zur Interaktion anregen, wie beispielsweise Q&As oder Wettbewerbe.
    • einzigartig und exklusive sind, d. h. nirgends sonst zu finden.
    • personalisiert sind, wie z.B. individuelle Playlists auf Spotify.
    • unterhaltsam sind und durch ihre Kreativität oder ihren Humor besonders Aufmerksamkeit erregen, wie die der BVG.
    • sich leicht mit anderen teilen lassen. 

Guter Content darf also weit mehr als nur das Soll liefern. Er darf inspirieren, beruhigen, zum Nachdenken oder Lachen anregen und vielleicht sogar etwas provozieren. Er darf nur eines nicht sein - langweilig.  

 

Die besten Content-Marketing-Tools 

Content-Marketing-Tools

Zum Abschluss wollen wir Dir noch die bekanntesten Content-Marketing-Tools vorstellen, mit welchen die Vermarktung Deiner Inhalte zu dem Erfolg wird, den diese verdienen.

Mailchimp

Mailchimp gehört seit Jahren zu den beliebtesten Marketing-Softwares und ist vor allem für Einsteiger eine nützliche Option. Nicht nur wegen dem sympathisch grinsenden Äffchen. Sondern weil es bis zu einer gewissen Anzahl an versendeten E-Mails und Abonnenten kostenlos ist. Mit Mailchimp kannst Du unter anderem automatisierte Kampagnen, Newsletter und Mailinglisten erstellen und versenden. Natürlich lässt sich dabei anhand der Metriken genau ablesen, wie viele der Empfänger die versendeten Inhalte wirklich öffnen und lesen. 

Hubspot

Hubspot ist ein wahrer Allrounder unter den Instrumenten für Inbound-Marketing. Die Plattform bietet Dir komplette Services, darunter Anleitungen und Tools für das Erstellen von Blogs, E-Mail-Kampagnen, Landing Pages, Social Media Beiträge und Webanalysen. Praktisch ist die intelligente Kombination von Marketing und Vertrieb als ganzheitlicher Prozess, der plan- und steuerbar ist. Hubspot hilft Dir dabei, erst die Neugier einer Zielgruppe zu wecken, um sie dann in Leads und Kunden zu verwandeln.   

Canva

Canva ist ein wahrer Traum für jeden, der kein Design-Profi ist. Falls Du bei Programmen wie Adobe Photoshop und Illustrator nur mit ewig langen Tutorials und viel Frust zum Ziel kommst, wird Canva eine geniale Abkürzung für Dich sein. Die Software vereinfacht den Erstellungsprozess von visuellen Inhalten für soziale Medien, Blogs und Werbemitteln. Du kannst entweder die vielen kostenlosen Vorlagen nutzen, höherwertige Design-Elemente dazukaufen oder Deiner Kreativität freien Lauf lassen.   

Buzzsumo

Buzzsumo verrät Dir, welche Themen gerade in einer bestimmten Branche Trend sind. Mit welchen Inhalten und Werbekampagnen sind Mitbewerber erfolgreich? Die Antworten auf solche und viele weitere Fragen liefert Dir dieses multifunktionale Marketing-Tool. Mit seiner Such- und Beobachtungsfunktion analysiert es den Content von allen relevanten Netzwerken und sozialen Medien. So findest Du mit nur wenigen Klicks heraus, welche Inhalte und Themen zu bestimmten Zeitpunkten auf Webseiten veröffentlicht werden. 

SEMRush

SEMRush: Wenn Content-Marketing Musik ist, sind SEO und SEM die Noten. Entsprechend wichtig sind Tools, die sich der Optimierung von Inhalten für Suchmaschinen widmen. SEMRush ist eine Analyse-Software für SEO und SEM. Sie liefert Dir nicht nur wertvolle Informationen über die Inhalte und Keywords von Mitbewerbern, Du kannst ebenso deren Ranking, Keywords und Backlinks für Themen einsehen und die eigene Marketing-Strategie entsprechend daran ausrichten. Zusätzlich kannst Du mit SEMRush auch die Performance der eigenen Seite und ihres Contents einsehen und verbessern.  

Buffer

Buffer: Es ist gar nicht so leicht, auf allen Social-Media-Kanälen gleichzeitig aktiv zu sein. Hierbei helfen Planungs-Softwares. Mit ihr kannst Du Deine Profile auf verschiedenen Plattformen gleichzeitig steuern und kontrollieren. Mit wenigen Klicks lassen sich Posts erstellen, zu einem gewünschten Zeitpunkt veröffentlichen und über die Reporting-Funktion auswerten. Vor allem die Planungsfunktion spart bei großer Aktivität in den Netzwerken viel Zeit.