Der Einfluss der Intelligent Tracking Prevention

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Die neueste Entwicklung von Mac OS und iOS 11 hat die gesamte Industrie erschüttert, viele Fragen aufgeworfen und bisher nur wenige Antworten liefern können.

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iPhone in der Hand

Um den Einfluss auf die gesamte Affiliate Industrie einschätzen zu können, hat Awin die Zahlen eines Monats (5.9 Millionen Transaktionen) analysiert.

Zuallerst konnten wir feststellen, dass sich ITP anscheinend nicht auf Affiliate Links konzentriert. Da das System jedoch - wie der Name so schön sagt - "intelligent" ist, kann sich das in naher Zukunft auch schnell ändern, deswegen wird Awin regelmäßig alle Trackinglinks mit Apple Geräten testen.

Nichtsdestotrotz wollen wir folgend vom Worst Case Scenario ausgehen, um den möglichen Einfluss für unsere Industrie einzuschätzen. Aktuell ist der Einfluss noch sehr gering, da viele Voraussetzungen erfüllt sein müssen: es wird ein Apple Endgerät sowie der Safari Browser genutzt, die Conversiontime beträgt mehr als 24 Stunden und der Advertiser verlässt sich ausschließlich auf Cookies von Drittanbietern. Das trifft momentan nur auf drei Prozent aller getrackten Sales zu.

Trotzdem sollten wir uns über diese neue Entwicklung Sorgen machen, denn das Tracking soll nur 24 Stunden lang möglich sein. Das spricht stark gegen die aktuellen Affiliate Marketing Standards, da Cookies klassischerweise eine Laufzeit von 30 Tagen besitzen. Ob dies eine angemessene Zeit ist, ist eine Diskussion für sich, aber wir können sicher sagen, dass viele Sales über mehrere Endgeräte und Touch Points generiert werden und somit viel zu komplex sind, um innerhalb von 24 Stunden getrackt zu werden.

Es ist keine Überraschung, dass das Advertising Bureau in den USA und die Association of National Advertisers sowie das britische IAB einen offenen Brief geschrieben haben, um ihren Ärger darüber kund zu tun. Mehr Informationen zu dem Brief sowie Apples Antwort kannst Du in dem Artikel des Guardian finden.

Diesen Veränderungen ist Awin bereits zuvorgekommen, denn als erstes Netzwerk weltweit, das Fingerprint und Cross Device Tracking ermöglicht, kann der Einfluss der ITP erheblich eingegrenzt werden.

Wie oben angesprochen, müssen drei Voraussetzungen erfüllt sein, um das Tracking zu beeinflussen. Somit entstehen drei kritische Punkte, die wir uns nun näher anschauen:

  • das Volumen an Sales, die nach einer Laufzeit von 24 Stunden entstehen
  • die Nutzung von Endgeräten mit Safari
  • die Trackingmethode des Advertisers

 

Das Volumen an Sales, die nach einer Laufzeit von 24 Stunden entstehen

Wir beschränken uns hierbei auf drei unserer 15 Märkte, da diese sehr unterschiedlich sind und somit einen guten Eindruck über die gesamten Industrie liefern. Zuallerst schauen wir uns an, wie viel Prozent der Sales später als 24 Stunden nach dem ersten Affiliate Klick entstehen.

ITP 2

Die Anzahl an Sales, die nach 24 Stunden und mehr getrackt werden, variiert stark nach dem bevorzugten Publisher Vertical je Region. Je bunter der Publisher Mix und je geringer der Anteil an Content Publishern ist, desto weniger beeinflusst ITP unser Affiliate Tracking.

Die Nutzung von Endgeräten mit Safari

Als nächstes schauen wir uns an, welche Endgeräte für Sales genutzt werden, die nach mehr als 24 Stunden getrackt werden.

ITP 3

Wie hier zu sehen ist, variiert der Anteil an Apple Geräten stark zwischen Frankreich und UK. Wenn wir die beiden ersten Faktoren kombinieren, erkennen wir besser wie hoch das Risiko für Publisher pro Region tatsächlich ist:

ITP 4

Trackingmethoden der Advertiser

Wenn auch manche Netzwerke mittlerweile alternative Methoden wie Cross Device Tracking oder Fingerprint Tracking nutzen, setzen die meisten noch auf das bewährte Cookie Tracking. Auch die Art wie Programme den Pixel des Netzwerkes abfeuern, bestimmt, wie hoch der Einfluss von ITP auf das Tracking ist. Einfach gesagt: Programme, die das Tracking permanent auf ihrer Seite eingebunden haben (beispielsweise für den gesamten Traffic), werden weniger beeinflusst, da das Netzwerk die Cookies direkt von der Advertiser-eigenen Domain stellen kann. Der MasterTag von Awin wäre eine solche Lösung. An dieser Stelle ergänzen wir auch noch gern, dass sich Advertiser, die Server to Server Tracking nutzen, höchstwahrscheinlich keinen Kopf zerbrechen müssen und komplett von den Veränderungen verschont bleiben.

Schauen wir jetzt mal, wie viel Prozent der Advertiser den MasterTag nutzen:

ITP 5

 

Nachdem wir alle drei Punkte unter die Lupe genommen haben, wollen wir das ultimative Worst Case Scenario für unsere Beispielländer malen. Ehrlich gesagt, variiert dieses stark nach Publisher Vertical und Trackingmethode. Die betroffensten Verticals sind Search und Content Publisher:

ITP 6

Statistiken, die alle Publisher Verticals in einen Topf schmeißen, erzählen nur selten die ganze Geschichte. Einige Publisher sind mehr betroffen, als andere. Die nächste Grafik zeigt wie stark der Einfluss des Updates auf die gesamte Publisher Basis pro Land sein könnte:

ITP 7

Dort sehen wir, dass in UK einer von 10 Publishern ca. 25% des Affiliate Umsatzes verlieren könnte, wenn ITP festlegt, dass auch Affiliate Tracking ein Grund zur (Endkunden)Sorge ist. Zum Glück ist dies bisher nicht geschehen und wir sind der starken Überzeugung, dass Affiliate Marketing für alle Veränderungen und Updates gewappnet ist. Unser Konditionsmodell und unser Salesvalidierungsprozess zeigen, dass wir Mehrwert für Endkunden liefern - sonst könnten wir nicht existieren. Somit können wir vorerst davon ausgehen, dass sich das Ärgernis einiger Nutzer auf andere Werbemaßnahmen konzentriert.

Und mit folgender kleinen Weisheit entlassen wir Euch nun aus diesem (hoffentlich hilfreichen) Beitrag: das Update von iOS und OS hat klar gemacht, wie wichtig die ständige Wartung und Verbesserung des Trackings ist. Wenn Du Fragen zu unserem Tracking oder allgemein Fragen zu Awin hast, helfen wir Dir hier jederzeit weiter.

 

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