Alles über Postview und wie Sie werbewirksame Displaykampagnen mit uns aufsetzen

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Kaum ein Thema wurde so polemisch diskutiert wie das Postview-Tracking (TPV), als dieses circa 2008 erstmals in Deutschland eingeführt wurde. Seitdem hat sich viel getan. Die Werbeart hat sich rasant weiterentwickelt und Postview-Affiliates sind zu professionellen Display-Experten avanciert, die einen großen Anteil an Affiliate-Etats ausmachen und den Markt entscheidend mitbestimmen.

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Für Awin sind Displaykampagnen eine tragende Säule des Affiliate-Mixes. Mit umfangreichen Reichweiten- und Retargetingkampagnen auf TPV-Basis nutzen unsere Advertiser die Möglichkeit, ihre Anzeigen werbewirksam auf Displaywerbeflächen großer Deutscher Inventare und exklusiver Content-Portale zu platzieren. Dabei können sie sich bei der Kampagnenplanung auf die Expertise unserer professionellen Publisher verlassen, die – wie gewohnt – auch Displaykampagnen performancebasiert abrechnen.

Trotzdem wirft diese Werbeart für viele Advertiser noch immer Fragen auf. Daher haben wir für Sie häufig gestellte Fragen und Antworten zusammengestellt.

Zudem hat unser Partner und Experte im Display-Marketing The Reach Group zum Thema Postview ein umfassendes Whitepaper Postview erstellt. Darin werden Fragen zur Messbarkeit und Werbewirkung von Postview sowie Überschneidungen mit anderen Kanälen gestellt und diskutiert.

Sie möchten Ihr bestehendes Programm mit Display-Kampagnen über zanox stärken oder wünschen sich weitere Informationen? Schreiben Sie uns.

Was ist Postview?

Postview ist eine Tracking-Art, bei der schon der Sichtkontakt mit dem Werbemittel tracking-relevant ist. Sales und Leads werden auch dann vergütet, wenn ein Banner eingeblendet wurde, aber kein Klick auf das Werbemittel stattgefunden hat.

Da hier der Sichtkontakt des Werbemittels ausschlaggebend für die Vergütung ist, wird diese Werbeart ausschließlich für Display-Anzeigen genutzt und nie für Textlinks, Produktempfehlungen, etc.

Grundsätzlich gilt es bei Kampagnen mit Postview-Tracking einiges zu beachten:

1. Größe, Platzierung, Art der Banner

Da es sich um eine Werbeart handelt, die Transaktionen schon im Falle eines Sichtkontaktes mit einem Werbemittel vergütet, muss sichergestellt sein, dass dieser Sichtkontakt auch stattgefunden hat und die entsprechende Werbeleistung erbracht wurde.

Hier gelten die allgemeinen Empfehlungen des Bundesverbandes für Deutsche Digitalwirtschaft (BVDW) für Postview aus dem „Leitfaden und Empfehlungen für Post-View-Vergütung im Affiliate Marketing.Der Code of Conduct gibt unter anderem eine Mindestgröße für Banner, die Einblendung above the scroll, also im sichtbaren Bereich der Webseite, oder auch die Kombination mit anderen Angeboten in Multi-Merchant-Bannern vor.

Um von zanox als True Postview-Publisher gekennzeichnet zu werden, müssen Partner sich strikt an diesen Code of Conduct halten.

2. Cookie-Laufzeit

Beim regulären Klick-Tracking arbeiten wir in der Regel mit Cookie-Laufzeiten zwischen 30 und 90 Tagen. Eine Bannereinblendung ohne Werbemittelinterkation kann zwar das Kaufverhalten des Nutzers nachweislich beeinflussen (mehr dazu in den folgenden Abschnitten dieses Artikels), ursächlich können wir jedoch einen Einkauf nach einer so langen Zeitspanne nicht mehr auf die Einblendung des Banners zurückführen.

Je nach Industrie und Produkten des Partnerprogramms wird daher für das Postview-Tracking eine individuelle Rückkehrspanne vereinbart. Bei größeren Retailern mit wenig erklärungsbedürftigen Produkten, arbeiten wir meist mit einer kurzen Laufzeit von 1-4 Tagen. Bei Reisen, Versicherungen und hochpreisigen Produkten macht eine längere Rückkehrspanne von bis zu 7 Tagen Sinn.

Grundsätzlich orientieren wir uns hier an der allgemeinen Conversion-Time im Shop.

3. Cookie-Wertigkeit

zanox und andere Affiliate Netzwerke nutzen für das Postview-Tracking eine geringere Priorisierung des View-Cookies.

Der Klick, also die Interaktion mit dem Werbemittel, überwiegt in seiner Wertigkeit immer dem View. Das „Last-Cookie-Wins“ Prinzip greift nur für gleiche Tracking-Arten. Somit wird also ein Klick-Cookie niemals von einem TPV-Cookie überschrieben.

Der Postview-Partner wird nur dann vergütet, wenn er der einzige an der Customer Journey beteiligte Affiliate war.

4. Weitere Sondervereinbarungen

Grundsätzlich wird Postview-Tracking immer individuell zwischen Partner und Advertiser vereinbart und gesondert vom Advertiser freigegeben. Dabei kann er sich mit dem Partner auf besondere Rahmenbedingungen einigen. Ein Capping kann sinnvoll sein. Aber auch individuelle Vergütungsmodelle, Werbemittel oder Blacklists können Teil der Abmachung sein.

zanox TPV

Bei zanox hat sich TPV (=True Postview) für Kampagnen mit Postview-Tracking durchgesetzt. TPV-Tracking ist ein zanox-spezifischer Begriff und beschreibt das Postview-Tracking im zanox Netzwerk mit handverlesenen, vertrauenswürdigen Publishern, deren Werbeflächen mit dem TPV-Symbol gekennzeichnet sind.

zanox-TPV

Neben Cookie-basiertem Tracking, kann zanox TPV-Tracking auch Cookie-unabhängig mit Fingerprint- oder ID-Tracking realisiert werden.

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