Die Highlights des Cyber Weekends 2019

  • geschrieben von

Das Cyber Weekend brachte mehr als 500 Mio. EUR ein. Die Tage gewinnen immer mehr an Bedeutung. Der absolute Spitzenreiter bleibt aber der Black Friday.

Teilen

Obwohl viele Unternehmen das Verkaufsevent mit Vorsicht genießen, bleiben keine Zweifel übrig: Keine anderen Tage sind so umsatzstark wie die des Cyber Weekends. Höchstens der chinesische Singles Day kann ihnen das Wasser reichen.

Dieses Jahr lag die besondere Herausforderung darin, den Zeitraum der Tage zu berücksichtigen. Der Black Friday fand sechs Tage später als im Vorjahr statt und war damit näher am Dezember und dem Weihnachtsgeschäft, als ohnehin schon. Dieser Fakt wurf viele Fragen auf: Würden die Einzelhändler die Black Friday Aktionen noch früher promoten und damit den Verkaufshöhepunkt vorziehen? Würde das das zunehmende Ungleichgewicht zwischen November und Dezember wieder gutmachen? Würden die Verbraucher mehr Geld ausgeben, wenn die monatliche Gehaltsauszahlung mit dem Black Friday auf einen Tag fällt? Und würden diese dann eher für sich selbst oder schon Weihnachtsgeschenke für andere shoppen? Würde der Black Friday weiterhin der umsatzstärkste Verkaufstag bleiben oder vom Cyber Monday abgelöst werden?

Auch die Zahlen aus der DACH-Region laufen auf dasselbe Ergebnis heraus: Der Black Friday ist der Spitzenverkaufstag und mit 43,4 % sogar noch stärker als der globale Durchschnitt. Genauso wie die Grafik oben haben auch die anderen Tage des Cyber Weekends leicht an Bedeutung verloren. Der größte Unterschied war am Cyber Sunday ersichtlich: In 2018 wurden hier noch 22,1% der Provisionen getrackt, in 2019 nur noch 20%.

Im Detail ist dies auch in der nächsten Darstellung ersichtlich: Zu sehen sind die globalen Provisionserhöhungen der Jahre 2018 und 2019. Anhand der gelben Linie zeigt sich, dass der Cyber Monday und der Cyber Sunday die geringsten Erfolge lieferten. 

Was die besten Verkaufszeiten angeht, verlief der Cyber Monday sehr ähnlich wie der Black Friday. Die Zeit, in der Transaktionen und Provisionen am meisten global getrackt wurden, war 9 Uhr. Die höchsten Umsätze hingegen wurden gegen 21 Uhr getrackt, global so wie in der DACH-Region. Wie immer ergab sich ein Mitternachtshoch in den Morgenstunden der Tage. Doch diese fielen weniger stark aus im Vergleich zum letzten Jahr. Das könnte wiederum ein Indiz für zunehmend versierte Verbraucher sein. Eine andere mögliche Ursache dafür sind die Rabattaktionen, die schon vor dem Black Friday starteten und die Vorfreude der Verbraucher minderten. Die zeitlichen Verlaufskurven beider Tage siehst Du hier:

Es lohnte sich, hinter die großen Schlagzeilen zu blicken und die Tage genau zu analysieren. Dadurch konnten wir herausfinden, dass die Inanspruchnahme von Coupons, Codes und Cashback an den Tagen im Vergleich zum Vorjahr weniger wurde. Normalerweise sind diese Mittel die typischen Trigger für Verkäufe. Und obwohl sie immer noch den größten Anteil ausmachen, sank der Anteil der getrackten Provisionen dieses Jahr. Newcomer waren Provisionen, die durch Social-Media-Kanäle entstanden sind.

Dies zeigt sich ganz klar, wenn wir einen Blick auf die Provisionsprozentsätze der vier größten Publisher-Modelle am Black Friday werfen.

Ein Viertel der Provisionszahlungen gingen damit an Social und Editorial Publisher. Das ist eine interessante Entwicklung, die beweist, wie wichtig das Storytelling heutzutage ist und traditionelle Rabattierungen nicht mehr für den Black Friday ausreichen.

Dasselbe Phänomen lässt sich in der DACH-Region erkennen: Gleich nach den allzeit Best-performenden Coupon und Cashback-Partnern folgen die Content-Publisher. Jedoch sind Publisher mit Social Media-Kanälen bis jetzt in Deutschland, Österreich und der Schweiz noch auf Platz sieben.

Außerdem kam ein Vorteil des Affilaite Marketing wieder besonders zur Geltung: Die einfache Expansion des eigenen Programmes in einen anderen Markt. Daher war es schön mitanzusehen, wie mühelos die global gepflegten Programme am Cyber Weekend in verschiedenen Ländern Erfolge erzielen konnten. Zum Beispiel gelang es einer Beauty-Marke fast 10 Mio. EUR Umsatz durch ihre 15 Programme bei Awin zu generieren. Eine andere Marke, die im Sportmarkt verankert ist, hatte im November ganze 24 Programme laufen. Damit glückte ihnen ein Umsatz von 40 Mio. EUR. Da bleibt nur noch zu sagen: Das zunehmende Vertrauen in Affiliate Marketing zahlt sich für seine Partner bestens aus.