Die 5 häufigsten Fragen von Advertisern zu Affiliate Marketing

Advertiser, die mit einem Partnerprogramm in Affiliate Marketing einsteigen möchten, haben viele Fragen. Wir beantworten die häufigsten.

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Affiliate Marketing ist in den letzten 20 Jahren zu einer festen Größe im Online Marketing geworden und gehört zu den ersten Marketing- und Vertriebskanälen des Internets.

Für Unternehmen, die als Advertiser fungieren,  bietet Affiliate Marketing nicht nur eine Marketingmethode, die einfach zu managen ist, sondern vor allem auch einen guten ROI. Um den Einstieg einfacher zu machen, geben wir Antworten auf Fragen, die Advertiser am meisten beschäftigen.

 

1. Wie finde ich die richtigen Publisher?

 

Die Auswahl der Publisher ist für Unternehmen der Dreh- und Angelpunkt für erfolgreiches Affiliate Marketing. Alle Zeit und Arbeit, die man in ein Affiliate-Partnerprogramm steckt, zahlt sich nicht aus, wenn die Websites oder Blogs der Werbepartner nicht zum Produkt oder Service passen und die Zielgruppe nicht erreichen. Grundsätzlich gilt: Weniger ist oft mehr.

Das Gießkannenprinzip führt selten zum Ziel und auch hoher Traffic muss einen Publisher nicht unmittelbar qualifizieren. Die exakte Zielgruppenansprache sollte immer im Mittelpunkt stehen.

Ein guter Mix aus Top-Publishern mit hohen Reichweiten und themenspezifischen Long-Tail-Publishern ist wichtig, damit Advertiser unabhängig bleiben. Der Vorteil von thematisch spitzer aufgestellten, kleineren Publishern sind die geringeren Streuverluste. Werbemittel können effektiver platziert werden.

Auf der Suche nach hochwertigen Publishern sind für die Mehrheit der Unternehmen gut aufgestellte Affiliate-Netzwerke die erste Anlaufstelle. Und das hat seinen Grund: Advertiser können hier sicher gehen, dass die Affiliate-Partner einen strengen Bewerbungsprozess durchlaufen haben und auf Herz und Nieren geprüft wurden.

Gerade für kleine Advertiser macht ein professionelles Affiliate-Netzwerk als Partner Sinn, um auf einen vielfältigen Publisher-Pool zugreifen zu können, der für die eigene Zielgruppe passt. Zudem wird der Einstieg in Kooperationen mit Publishern gemanagt und vereinfacht.

Neben Affiliate-Netzwerken kann man seine Partnerprogramme aber natürlich auch auf der eigenen Website und auf Social-Media-Kanälen bewerben und Publisher einladen. Grundsätzlich empfiehlt es sich bei der Auswahl der Publisher immer, sich nicht nur auf klassische Websites zu beschränken, sondern auf Basis des zu bewerbenden Produkts und der Zielgruppe verschiedene Plattformen in Betracht ziehen, wie z. B. Facebook-Seiten, Instagram-Accounts oder E-Mail-Publisher.

 

2. Wie viel Provision sollten Publisher  bekommen? 

 

Die Art und Höhe der Provision für Publisher ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für Partnerprogramme.

Die richtigen Konditionen finden Advertiser nur dann, wenn sie sich im ersten Schritt über ihre Ziele klar werden. Ob Cost-per-Click (CPC), Cost-per-Lead (CPL) oder Cost-per-Action (CPA) – die Ziele bestimmen das richtige Modell. Bei CPA, dem am meistverbreiteten Vergütungsmodell, fällt pro Verkauf eine Provision an, wie ein Prozentsatz des Warenkorbwertes, des Produkts oder ein fixer Betrag.

Bei der Bestimmung der Höhe dieser Provision gilt hier, genau wie bei allen anderen Kostenmodellen: Was machen die anderen? Wettbewerbsfähige Provisionen sind ein Muss, damit die Partnerprogramme für Publisher attraktiv sind.

Wer sich einen Überblick verschafft, was von anderen angeboten wird, kann dann besser entscheiden, was machbar ist, ohne dabei das Ziel, nämlich den Umsatz zu erhöhen, aus den Augen zu verlieren. Je nach Branche variieren die Prozentsätze stark und können zwischen fünf und zehn Prozent, aber auch bei über 30 Prozent liegen. Inzwischen haben sich in verschiedenen Sektoren bestimmte Prozentsätze etabliert, die von den meisten Advertisern angewandt werden.

Tipp: Es zahlt sich aus, bei der Provisionsgestaltung flexibel zu bleiben. Manchmal kann es angebracht sein, einen guten Publisher mit einem besseren Angebot zu halten, bevor er abgeworben wird. Auch auf die verschiedenen Arten von Publishern, sei es Website oder Social Media, sollte man im Rahmen der Provision flexibel eingehen können.

 

3. Wie gestalte ich attraktive Werbemittel? 

 

Abgesehen von der Art der Werbemittel, ist es vor allem wichtig, den Publishern regelmäßig aktuelle Materialien zur Verfügung zu stellen. Planung ist hier das A und O. Arbeite also mit einem Jahreskalender, der alle wichtigen Daten für Dein Unternehmen enthält, sei es Weihnachten, die Sommerferien oder Muttertag.

Anhand dieser Aufhänger sollten Advertiser spezielle Werbemittel gestalten, die gezielt und durchdacht sind. Mit generischen und willkürlichen Botschaften lassen sich keine Umsätze erhöhen.

Mögliche Werbemittel sind neben Bannern und Logos auch Textlinks, Gutscheincodes, E-Mail-Templates oder Datenbanken mit Informationen zum Produktsortiment.

Nicht zu unterschätzen ist die Qualität der Landingpage, auf die potenzielle Kunden jeweils verlinkt werden. Es lohnt sich, für jede Kampagne individuelle Inhalte zu gestalten.

Auch die Integration von zielgruppenspezifischen Incentives und Calls-to-Action in die Werbemittel, beispielsweise für Neukunden, können sich positiv auf die Conversion Rate auswirken. Und: Auf gar keinen Fall den mobilen Traffic vergessen, der immer mehr zunimmt. Alle Werbemittel müssen daher mobil optimiert werden.



4. Wie gelingt die Erfolgskontrolle im Affiliate Marketing?  

 

Je nach Kampagnenziel gibt es verschiedene Methoden der Erfolgsmessung. Affiliate-Netzwerke bieten Advertisern in diesem Kontext die notwendige Infrastruktur, um Webseitenbesucher sowie Transaktionen zu ermitteln, damit die Publisher entsprechend vergütet werden.

Wichtig ist konsequentes und jederzeit aktuell den jeweiligen Kampagnen zugeordnetes Tracking auf der Website. Neben aller Technik spielt aber auch die personelle Komponente bei der Erfolgskontrolle im Affiliate Marketing eine Rolle: Um nachhaltig ein erfolgreiches Partnerprogramm am Laufen zu halten, wird früher oder später ein Affiliate Manager nötig, der Zahlen und Daten im Rahmen der allgemeinen Marketingmaßnahmen des Unternehmens einordnen und bewerten kann.

In diesem Zusammenhang darf auch nicht vergessen werden, dass kurzfristige Erfolgsmessung allein – im wahrsten Sinne des Wortes – zu kurz gegriffen ist. Monatsmessungen müssen immer Saisonalität und äußere Faktoren bedenken.

Erst am Jahresende kann im Vergleich zum Vorjahr eine valide Aussage über Umsatzvolumen und den ROI von Affiliate Marketing-Kampagnen gemacht werden. 

Noch ein Wort zum Thema Betrug: Es gibt „schwarze Schafe“ unter den Publishern. Das sollten Advertiser im Hinterkopf halten. Auch hier hilft ein Affiliate-Netzwerk, um Fehlverhalten zu identifizieren. Signale sind z. B. zu hohe Conversion Rates oder ein Missverhältnis von Traffic und Sales.

Wenn die Website eines Publishers bei sehr niedrigem Traffic hohe Sales generiert, sollte nachgefragt werden. Wenn Du Fragen dazu hast oder Unterstützung benötigst, hilft Dir unser 14köpfiges Partner Compliance Team jederzeit weiter. Übrigens: Umgekehrt ermöglicht eine gute Erfolgskontrolle auch, besonders gute Publisher zu erkennen, um diese gezielter zu unterstützen.

 

5. Was sind die wichtigsten Erfolgsfaktoren für Affiliate Marketing?

 

Abgesehen von den genannten Punkten, wie die richtige Publisherauswahl oder qualitativ hochwertige Werbemittel, gibt es einen ganz grundsätzlichen Faktor, den Advertiser auf keinen Fall unterschätzen dürfen: Ein Affiliate-Partnerprogramm ist keine einmalige Anschaffung, die aufgesetzt und dann nach dem Motto „läuft schon“ ihrem Schicksal überlassen werden kann. Stattdessen sollte gelten: Behalte Dein Partnerprogramm im Blick und betreue es regelmäßig.

Affiliate Marketing ist eine äußerst effiziente Maßnahme im Online Marketing. Dafür sollte sie langfristig und strategisch geplant und von Anfang an so angelegt werden. Dazu gehört auch, dass man immer wieder nach neuen Publishern Ausschau hält und überlegt, welche Plattformen für welche Ziele die besten Ergebnisse liefern können.


Die Beziehung zu den Publishern ist entscheidend für den Erfolg von Partnerprogrammen, um für die Marke bzw. die Angebote die bestmögliche Darstellung auf deren Websites zu bekommen.

Advertiser sollten Publisher daher als Teil ihres Teams betrachten und so behandeln. Im Endeffekt agieren sie als Botschafter Deines Unternehmens. Besondere Aufmerksamkeiten im Falle von überdurchschnittlich guten Leistungen und eine faire Provision spiegeln die Wertschätzung von Advertisern wider.

Die gute Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten bildet immer die Basis für erfolgreiches Affiliate Marketing – Zeit und Gedanken in diese Beziehungen zu investieren, zahlt sich daher langfristig aus. Persönlicher Kontakt ist ebenso wichtig, deswegen empfehlen wir, Networking-Events aller Art zum persönlichen Austausch zu nutzen.

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